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+++ Großübung auf der A46 +++

Verkehrsunfall im Tunnel mit mehreren Verletzten

Beißender Rauch dringt aus dem Tunnel der A46, Hilferufe hallen durch die Röhre und mehrere verletzte Personen warten auf schnelle Hilfe. Dieses Szenario stellte die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Hilfsorganisationen jetzt bei einer groß angelegten Einsatzübung vor eine realitätsnahe Herausforderung.

Im Tunnel der A46 zwischen den Anschlussstellen Wennemen und Freienohl in Fahrtrichtung Hamm, war es im Rahmen der Übung zu einem schweren Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten gekommen. Bereits auf der Anfahrt war klar: 

Hier zählt jede Minute. Die Übung fand unter realen Bedingungen statt. 

Die ersteintreffenden Kräfte des Löschzuges Freienohl der Feuerwehr der Stadt Meschede übernahmen unmittelbar die Erkundung der Einsatzstelle. Zusätzlich liefen die Technische Rettung aus den Fahrzeugen, mit der anschließenden Menschenrettung aus dem verrauchten Tunnel sowie die Sicherstellung des Brandschutzes an. Dichter Rauch, die eingeschränkten Sichtverhältnisse und die große Wegstrecke vom Einsatzort Tunnel zur Patientenablage sorgten dabei für eine besonders anspruchsvolle Lage.

Für den Rettungsdienst wurde frühzeitig das Alarmstichwort „R MANV4+“ ausgelöst. Ein sogenannter Massenanfall von Verletzten und Erkrankten (MANV), welcher im Hochsauerlandkreis bereits ab vier Verletzte/Erkrankte ausgelöst wird. Dies bedeutet, dass zahlreiche Rettungswagen, Notfallkrankenwagen und Notärzte alarmiert werden, um eine strukturierte Versorgung der Betroffenen sicherzustellen. Des Weiteren kommen bei einem MANV ein Leitender Notarzt und ein Organisatorischer Leiter Rettungsdienst zum Einsatz. 

Der DRK-Ortsverein Meschede/Eslohe beteiligte sich mit zwei Rettungsmitteln (SEG-RD + SEG-KTP), einem Gerätewagen-Sanität (SEG-PAL) sowie einem Einsatzführungsdienst (B-Dienst) an der Übung. Unterstützung kam außerdem vom DRK Stadtverband Schmallenberg, der ein weiteres Rettungsmittel (SEG-KTP) stellte.

Die Rettungsmittel des DRK übernahmen bei dieser Übung die Aufgabe des Rettungsdienstes. Der ersteintreffende Rettungswagen war mit einem Notarzt vom Hochsauerlandkreis besetzt. 

Auf der gegenüberliegenden Fahrbahn richtete das DRK eine Patientenablage ein. Dort wurden insgesamt acht verletzte Personen gesichtet und medizinisch versorgt. 

Während der gesamten Übung stand der B-Dienst des DRK in engem Austausch mit der Leitenden Notärztin sowie dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst, um die medizinische Versorgung und Koordination optimal abzustimmen.

Nach rund zwei Stunden konnte die Übung, welche mit ca. 60 Einsatzkräften stattfand erfolgreich beendet werden. Alle beteiligten Organisationen zeigten sich zufrieden mit dem Ablauf und den gewonnenen Erkenntnissen.

Ein besonderer Dank gilt dem Löschzug Freienohl der Feuerwehr Stadt Meschede für die anschließende Verpflegung im Feuerwehrgerätehaus.

Ein Kamerateam des WDR begleitete die Übung. Einen Bericht gibt es unter folgendem Link: 

https://www1.wdr.de/.../uebung-zu-horrorcrash-im... 

 Text & Fotos: D. Dorenkamp (DRK Meschede)